Die Kinesiotaping-Behandlung

Kinesiotaping wird häufig noch als eine revolutionäre Therapiemethode bezeichnet. Dabei wird Kinesiotaping seit mehr als 30 Jahren mit großem Erfolg weltweit eingesetzt.

Die Kinesio-Taping Therapie ist in Japan, weiten Teilen Asiens und Amerika anerkannt und findet als ganzheitliche Therapieform mit einem ungewöhnlich breiten Therapiespektrum Anwendung.

Weltklasse-Sportler wie Ricco Groß oder Jan Koller sind nur zwei von vielen Profisportlern, die Kinesiotaping erfolgreich einsetzen. Dabei findet die Kinesio-Taping Therapie nicht nur Einsatz im Sport.

Mit Nachsorgekonzepten bei Krebsoperationen, Behandlung von Miktionsstörungen, Lymphdrainage, Hämatombehandlung, Muskelverspannungen bis hin zu Meridiantherapie und vielem mehr, ermöglicht die Kinesio-Taping Therapie einen wirkungsvollen Einsatz in der täglichen Behandlung.

Quelle: Gesundheit aktuell, Heft 01/04

Tapingbeispiel an der Schulter
Bild eines Kinesiotapings am Muskulus Gluteus maximus

Schultertape Kinesio-Taping bietet wie im Bericht 12/03 erläutert, eine wirksame Unterstützung bei Lymphdrainagen. Darüber hinaus ist Kinesio-Taping in der Lage, nahezu das gesamte physiotherapeutische Behandlungsspektrum zu unterstützen und bietet eine Vielzahl neuer Behandlungsmöglichkeiten.

Die Begründung für diese komplexe Integration in die Physiotherapie liegt in der Eigenschaft des Kinesio-Tapes in Kombination mit verschiedenen Grundanlagetechniken (Muskel-, Ligament-, Korrektur- und Lymphtechnik), die von speziell ausgebildeten Kinesio-Taping-Therapeuten angelegt werden. Diese Anlagetechniken führen zu verschiedenen Wirkweisen. Allen gemein ist der Erhalt der uneingeschränkten Funktionalität der Muskulatur.

Je nach Anbringung des Tapes wird eine tonisierende oder detonisierende also spannungssteigernde oder -senkende Wirkung erzielt.

Hierbei führen die Bewegungen des Patienten und die dagegen wirkende Elastizität des Kinesio-Tapes zu einer Stimulans der Hautrezeptoren, die durch Verschaltung auf Rückenmarksebene auf die Muskulatur wirken.

Zudem kommt es über das „Zusammenziehen“ des Tapes in zwei Spannungsebenen zum Anheben der Haut und des darunter befindlichen Gewebes. Dies führt in einem verletzten Gebiet/Struktur zur Entlastung, Schmerzreduktion und zu einem verbesserten Lymphabfluss.

Durch Stimulation der Propriorezeption wird ein besseres Bewegungsgefühl der Gelenke erreicht wobei durch Anwendung der Ligamenttechnik die passive Stabilität des Gelenks verbessert wird. Die Reizung der Mechanorezeptoren mittels Kinesio-Taping aktiviert das endogene analgetische System, also das körpereigene Schmerzdämpfungssystem. Dabei wird der Schmerz mit mechanischem Druck überlagert.

Die verschiedenen Anlagetechniken und Kombinationen ergeben so ein sehr breites Anwendungsspektrum. Zum Beispiel bei HWS/LWS-Syndrom, Skoliosen, Arthrose, Spastiken, Gelenkdistorsionen, Cervico Brachailgie bis hin zur postoperativen Nachsorge (VKB-Plastik, TEP, Sprunggelenk).